Podcasten für Anfänger

Orangefarbene Zettelchen reihen sich, wie eine farbige Perlenkette sorgfältig aneinander. Auf einem unendlich grauen Untergrund fügen sich grüne, gelbe und blaue Kärtchen nebeneinander. Dutzende Buchstaben, Wörter und Zeichen sammeln sich auf großen und kleinen Papierchen. Was von oben an eine riesige Collage erinnert, die leuchtender nicht sein könnte, skizziert die Grundstruktur einer Podcastepisode.

In dieser Woche stehen die Medienmarken der Volontäre im Fokus. Es wird recherchiert, telefoniert, gebrainstormt und geskriptet. Acht Podcasts, thematisch unterschiedlich, und ein Instagram-Newsletter sollen mithilfe der Dozenten Max Gaub, Felix Zeltner, Anke Helle und Meike Demirel weiterentwickelt und letztendlich fertig zur Veröffentlichung gemacht werden. Aber was ist für eine gute Podcastfolge zu tun?

Recherche ist alles

Nachdem das Thema festgelegt ist, steht vor allem die Recherche im Vordergrund. Eine spannende Folge lebt von interessanten Protagonisten und außergewöhnlichen, neuen Erkenntnissen. Wer sich jedoch mit seinem Thema nicht auskennt, kann nichts Neues finden und seinen Hauptpersonen nicht die richtigen Fragen stellen.

Ohne Skript geht es nicht

Nach dem akribischen Einlesen in zahlreiche Daten, Fakten und Studien, weiß man gefühlt alles über sein Thema. Trotzdem sollte man auf eines nicht verzichten: das Skript. Der Leitfaden spielt eine entscheidende Rolle, da er die Folge strukturiert, erläutert welche Szene an welche Stelle gehört und was außer dem Protagonisten aufgenommen werden muss. Wer ohne Skript seinen Podcast aufnimmt, läuft Gefahr nur um den heißen Brei zu reden, ohne auf das Wesentliche zu kommen.

Das A und O – der Schnitt

Nach der Aufnahme ist die Folge ja quasi fertig? Leider nein.  Die richtige Arbeit beginnt erst mit dem Schnitt. Sorgfältig müssen die wichtigsten Ausschnitte ausgewählt und zusammengefügt werden. Die passende Lautstärke und Geschwindigkeit der Sequenzen sowie überflüssige Wörter können beim Schneiden noch angepasst werden. Dafür muss man sich jedoch ausreichend Zeit nehmen und genau hinhören.

Der Sound macht die Musik

Was wäre ein Film ohne die Musik? Genauso ist es auch bei einem Podcast. Man möchte seinem Zuhörer durch Melodien in eine bestimmte Gefühlslage versetzen oder ihn auf eine besondere Szene aufmerksam machen. Dies gelingt am besten mit der richtigen Musik. Düstere, leise Klänge sorgen beispielsweise für ein unwohles Gefühl, während schnelle, fetzige Musik das Publikum fröhlich stimmt. Auch lange Gesprächsteile klingen mit Hintergrundmusik viel spannender.

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