Interviewseminar: Drei Tipps für ein gutes Gespräch

Interviewseminar

Egal, ob im Vorstellungsgespräch, im Journalismus oder einfach im Plausch mit dem besten Freund: Interviews begegnen uns im Alltag häufiger als so manch einer vermutet. Aber was macht ein gutes Gespräch eigentlich aus? Antworten auf diese Frage hatte der Journalist Jörg Hunke in unserem Interviewseminar parat. Drei Tage lang haben wir mit ihm über Autorisierungen, gute Zeitungsinterviews und Tipps für unseren Berufsalltag gesprochen. Besonders wichtig ist, dass man im Interview man selbst bleibt, so wird das Gespräch natürlich und authentisch!

Praxis, Praxis, Praxis! Im Interviewseminar konnten wir uns direkt ausprobieren

Natürlich durfte auch eine praktische Übung nicht fehlen: Dafür besuchte uns die Psychologin und Coacherin Anke Precht aus Offenburg. Im Fünf-Minuten-Takt konnten wir sie mit Fragen zu unseren verschiedenen Themen löchern. Wie sieht das Leben in einer Patchwork-Familie aus? Können Sportler nach einer Verletzung wieder einstiegen? Hilft Hypnose in der Beziehung? Das Besondere: Wir wurden beim Gespräch gefilmt und haben danach anhand des Videos analysiert, was wir noch verbessern können.

Mit diesen drei Tipps führt jeder ein gutes Interview – im Berufsalltag oder im Privatleben:

Echtes Interesse

Du führst ein Gespräch, auf das du eigentlich gar keine Lust hast? Nicht so gut! Der Interviewpartner merkt sofort, ob du dich wirklich für ihn und dein Thema interessierst. Deshalb sollte man sich immer einen Aspekt der Person herausgreifen, zu dem man etwas erfahren möchte. Frag dich schon in der Vorbereitung, was du an dem Gegenüber am Spannendsten findest und baue dein Interview um dieses Thema.

Von den Fragen lösen

Gerade in aufregenden Situationen neigt fast jeder dazu, sich an seinem Fragenkatalog festzuklammern. Im Interviewseminar haben wir gelernt, dass dadurch eine Distanz zu dem Interviewpartner entsteht und wir meist auch ohne unsere Fragen ein gutes Gespräch führen können. Schließlich wissen wir selbst am besten, was uns an der Person interessiert. Kleiner Tipp: Schreibe dir vor dem Interview auf, welche Punkte du auf jeden Fall ansprechen willst und nimm deine Fragen auch für den Fall eines Blackouts mit in das Gespräch. Dann kannst du aus deiner Erinnerung heraus losfragen und an Stellen nachhaken, die unklar oder besonders wichtig für dich sind. Denn: Was dich interessiert, ist wahrscheinlich auch für andere spannend.

Nähe aufbauen

Klar, im Interview geht es um dein Gegenüber. Dennoch ist es manchmal hilfreich, etwas von dir selbst preiszugeben, um Nähe zu dem Gesprächspartner aufzubauen. Erzähle während der Unterhaltung immer wieder kurz (!), warum du dich für dieses Thema interessierst und was du selbst damit verbindest. So bekundest du echtes Interesse und der Interviewte hat nicht das Gefühl, ausgefragt zu werden.

 

Schreibe einen Kommentar