5 Gründe, warum Podcasts super sind

Podcasts sind super! Vielen ist das schon lange klar – vor allem Medienmachern. Ich habe die Geschichten fürs Ohr aber erst im Schulblock an der BJS so richtig lieben gelernt. Anfangs haben sie meine etwa einstündige Autofahrt morgens und abends viel kurzweiliger gemacht. Und dann habe ich gelernt, wie großartig es ist, selbst einen Podcast zu produzieren. Warum? Weil man dabei einen journalistischen Zehnkampf absolviert. Das sagt zumindest Dozent Maximilian Gaub, der uns bei unseren ersten Gehversuchen unterstützt hat. Uns? Ja, fast alle Journalistenschüler (bis auf eine Instagram-Newsletter-Gruppe) haben sich in diesem Jahr dazu entschlossen, aus ihrer Medienmarke einen Podcast zu machen. Zwei Jahre lang müssen nun also alle neben ihren Aufgaben in der Redaktion regelmäßig Podcast-Folgen produzieren. Verrückt? Ja klar, ein bisschen schon. Aber es ist eben auch eine tolle Gelegenheit, all das umzusetzen, was wir in der Theorie im Schulblock gehört haben.

Und warum sind Podcasts jetzt so super?

Darum:

  1. Der Zehnkampf

    Als Journalist gibt es eigentlich nichts Schöneres. Hier kann man sich so richtig austoben. Zuerst: Themensuche. Ein gutes Thema sollte locker mehrere Staffeln tragen können. Dann: Umsetzung. Einige von uns haben sich an amerikanischen Hörbuch-Podcasts orientiert. Für jede Folge wird also ein Gast eingeladen, der persönliche Erfahrungen zum Thema berichten kann. Die Erzählungen werden szenisch erzählt, mit atmosphärischen Sounds und Musik unterlegt und oft von einem Experten, zum Beispiel einem Psychologen, eingeordnet. Die Aufnahmen müssen dann geschnitten, die Moderation eingesprochen und alles in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden. Wie war das nochmal mit der Heldenreise? Und Storytelling? Ja, all die Theorie macht plötzlich Sinn. Nach jeder Folge ist man zwar echt erschöpft, aber auch ziemlich stolz. Ein tolles Gefühl!

  2. Die Entspannung

    Von der Zeitung beim Frühstück zu Whatsapp auf dem Weg ins Büro und dann vor den großen Bildschirm: Dauerhaft sind unsere Augen angestrengt, überall muss man irgendwo irgendwas lesen. Bei Podcasts nicht! Die Augen dürfen ausnahmsweise pausieren, dafür werden die Ohren beschallt. Für Producer eines Podcasts eine wichtige Erkenntnis: Hier kann sich keiner, wie bei einem gewöhnlichen Artikel, Bilder anschauen. Nein, alles muss vom Podcaster genau beschrieben werden. Herausforderung und Chance zugleich!

  3. Das Multitasking

    Podcasts lassen sich nebenher hören – beim Autofahren oder aber in der U-Bahn, auf dem Fahrrad oder in der Badewanne. Die meisten haben dabei Kopfhörer auf. Das hat einen großen Vorteil: Niemand weiß, was da ins Ohr kommt. Keiner kann unverschämt aufs Display linsen oder den Buchtitel erspähen. Sprich: Besonders intime Themen eignen sich perfekt fürs Podcasten. Ein Beispiel dafür ist der Sex-Podcast „Oh Baby“.

  4. Die Emotion

    Alles, was Podcaster und Gäste sagen, geht unmittelbar ins Ohr. Mit der richtigen Musik unterlegt, einem redseligen Gast und einer empathischen Stimme in der Moderation lassen sich emotionale Themen super rüberbringen.

  5. Die Werbung

    Meistens sprechen Podcaster bezahlte Inhalte selbst. Die Werbepausen sind ganz kurz, meist nur wenige Sekunden, und deswegen nervt die Werbung auch nicht. Die Hörer schalten nicht ab und die Werbekunden sind zufrieden. Also gibt’s auch mehr Geld. Win-Win.

Ihr dürft schon mal gespannt sein, was wir Podcast-Neulinge euch bald ins Ohr flüstern. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, hier ein paar Must-Hears aus der Volo-Runde (Links führen zu Itunes bzw. Spotify, sind aber auch bei anderen Anbietern verfügbar):

 

 

 

 

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